Sonntag, 13. November 2016

Der einfache Weg zu Reichtum und finanzieller Freiheit

Soll ich euch mal was verraten? Ich bin ein ziemlich fauler Typ. Und was die Geldanlage betrifft, bin ich ganz besonders faul. Ich habe z.B. überhaupt keine Lust Stunden über Stunden damit zu verbringen Unternehmenszahlen auszuwerten und Charts zu analysieren. Und dann macht man sich die ganze Arbeit und ist sich sicher, dass man auf die richtige Karte bzw. Aktie setzt und nach dem Kauf entwickelt sich der Kurs genau in die falsche Richtung. Und auch wenn es nur die wenigsten zugeben, über 90% aller Investoren bzw. Trader scheitern an dem sogenannten „Markttiming“. Deshalb ist aktives Trading (egal ob Aktien-, Options- oder Forexhandel) für die allerwenigsten wirklich der Weg zur finanziellen Freiheit. Trotzdem gibt es eine ziemlich einfache Möglichkeit sich an der Börse langfristig ein Vermögen aufzubauen und ein passives Einkommen zu generieren.

Ganz entspannt zu Reichtum und finanzieller Freiheit
 
Wäre es nicht genial wenn man sich darauf konzentrieren könnte Einkommen zu generieren, Geld zu sparen und ganz nebenbei ein erfolgreicher Börseninvestor zu sein? Auf der Suche nach einer solchen Möglichkeit bin ich auf die klassische „Buy-And-Hold-Strategie“ gestoßen. Schon die Börsenlegende André Kostolany hat empfohlen „Kaufen Sie Aktien, nehmen Sie Schlaftabletten, und schauen Sie die Papiere nicht mehr an. Nach vielen Jahren werden Sie sehen: Sie sind reich.“  Eins sollte euch allerdings an dieser Stelle bereits klar geworden sein. Ich spreche hier zwar von einer einfachen und ziemlich sicheren Methode für Reichtum und finanzielle Freiheit. Es ist aber definitiv keine schnelle Methode.

Aber seien wir mal ehrlich. Wie viele Leute kennt ihr, die (an der Börse) über Nacht reich geworden sind und das ausschließlich mit legalen Mitteln? Fällt euch sofort jemand ein? Mir nicht. Für Leute die es geschafft haben mit harter Arbeit und eisernen Sparen in 20 oder 30 Jahren ein Vermögen an der Börse aufzubauen gibt es hingegen jede Menge Beispiele. Eines der berühmtesten Beispiele hierfür ist der Parkplatzwächter Earl Crawley über den ich in >diesem Artikel< geschrieben habe. Trotz eines relativ geringen Einkommens und einer Familie mit mehreren Kindern hat er es geschafft sich in nur wenigen Jahrzehnten ein beachtliches Vermögen von rund einer halben Million US-Dollar anzusparen. Und das mit nur zwei Aktien (Coca-Cola und IBM). Sein Glück war, dass diese Unternehmen konstant Dividenden gezahlt haben, welche er dann reinvestiert hat. Das hat sich natürlich extrem positiv auf den ohnehin krassen Zinseszinseffekt ausgewirkt.

An dieser Stelle verrate ich euch noch etwas. Es gibt noch einen Grund (außer meiner Faulheit) warum mir die >Dividendenstrategie< mit monatlichen Sparplänen so gut gefällt. Ich mag einfach die Idee, dass man nur ehrlich und hart genug arbeiten (um ein gutes Einkommen zu haben) und ein bescheidenes Leben führen muss um nicht nur reich, sondern auch finanziell Frei zu werden. Man hört so oft von Leuten die sich auf Kosten anderer Bereichern um schnell reich zu werden. Ich hoffe allerdings, dass diese Personen irgendwann die Quittung für ihr Handeln bekommen. Und wenn man sich z.B. die aktuellen Probleme der Deutschen Bank anschaut gibt mir das schon ein gewisses Gefühl der Befriedigung. Da freue ich mich umso mehr, wenn in meinem Depot mal wieder eine Dividendenzahlung verbucht wird.

Kommen wir jetzt nochmal auf den Punkt „Faulheit“ zurück. Wie gesagt muss man ja eigentlich „nur“ monatlich dividendenstarke Aktien besparen um irgendwann ein passives Einkommen zu generieren. Wenn man das mit Einzelaktien machen möchte, stellt sich das Ganze dann doch etwas komplizierter dar als erwartet. Bei Earl Crawley z.B. war natürlich auch ein bisschen Glück dabei, dass gerade seine zwei Aktien sich über Jahrzehnte positiv entwickelt haben. Die Unternehmen hätten genauso gut irgendwann mal bankrottgehen können. Dann wären seine Anteile wertlos verfallen. Das bedeutet natürlich, dass man sich im Vorfeld ganz genau überlegen sollte welche Aktien man sich über die nächsten Jahrzehnte ins Depot legen möchte. Das ist wieder mit viel Recherche und Analysearbeit verbunden. Und 100%ige Sicherheit hat man dann immer noch nicht. Und möchte man in seinem Depot eine ausreichende Diversifikation erreichen, dann benötigt man schon ein relativ hohes Startkapital um genug Einzelaktien kaufen zu können.

Aus diesen Gründen sind passive Indexfonds (sog. ETF’s) für mich die ultimative Möglichkeit, trotz kleinem Kapital bei ausreichender Diversifikation regelmäßig Geld an der Börse investieren zu können. Durch die sehr geringen Managementgebühren (gerade im Vergleich zu klassischen Fonds) ist das auch noch eine ziemlich kostengünstige Variante. Mittlerweile gibt es glücklicherweise auch spezielle Dividenden-ETF’s, sodass man auch problemlos eine ETF-Buy-And-Hold-Dividenden-Strategie verfolgen kann.

Es gibt mehr als genug wissenschaftliche Berichte die bestätigen, dass Buy-And-Hold-Srategien langfristig die einfachsten und erfolgsversprechendsten Methoden sind um an der Börse reich zu werden. Dennoch werdet ihr auch unzählige Berichte und Blogartikel finden die behaupten, dass Buy-And-Hold-Strategien von der Performance her im Vergleich zu anderen Strategien mit am schlechtesten abschneiden. Hierfür habe ich auch ein konkretes Beispiel für euch. Hätte man z.B. vor dem Crash 2008/2009 einen breit gestreuten ETF gehabt und einfach nichts getan, dann würde das Depot heute ein dickes Plus ausweisen. Die Buy-And-Hold-Gegner machen an dieser Stelle eine andere Rechnung auf, bei der man die Anteile vor dem Crash verkauft hat. Wenn man dann beim Tiefpunkt wieder eingestiegen wäre, würde das dicke Plus im Depot heute noch viel größer sein als bei der Buy-And-Hold-Variante.

Wenn man das heute auf Basis der Daten von damals theoretisch durchrechnet haben die Buy-And-Hold-Genger natürlich Recht. Allerdings wird hier überhaupt nicht berücksichtigt, dass es kaum jemand schafft den Ausstiegs- und Einstiegspunkt richtig zu erwischen. Und unter realen Umständen machen die Meisten früher oder später beim aktiven Handeln einen gravierenden Fehler, der die gesamte Performance versaut. Als ETF-Buy-And-Hold-Investor besteht dieses Risiko gar nicht erst, da man einfach nur über monatliche Sparpläne in ETF’s spart und diese nie wieder verkauft. Bei Dividenden-ETF’s ist ein passives Einkommen dann auch noch ein positiver Nebeneffekt. Wenn man die ausgezahlten Dividenden zusätzlich reinvestiert, wächst das eigene Vermögen noch viel schneller.

Habt ihr jetzt auch Lust bekommen den einfachen Weg zur finanziellen Freiheit zu beschreiten, könnt ihr euch auch gerne von meinem Depot inspirieren lassen. Mein aktuelles Portfolio findet ihr immer >hier<.

Euer Finanzblogger
Philipp

Beliebte Posts

Achtung!
Beim Handel mit Wertpapieren jeglicher Art besteht immer das Risiko vom Teilverlust bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals. Der Handel an der Börse erfolgt daher ausschließlich auf eigene Gefahr.

Hier gehts zu den rechtlichen Hinweisen