Donnerstag, 6. Oktober 2016

Sind sie zu stark, bist du zu schwach! - Finanzielle Freiheit und Konsum

Jeder kann finanziell frei werden und ein passives Einkommen generieren


In diesem Artikel zeige ich euch eine todsichere und geheime Methode wie ihr in nur einer Woche Millionär werdet…Kennt ihr solche Anzeigen und Spammails? Das ist natürlich totaler Blödsinn. Trotzdem kann tatsächlich jeder von uns Millionär werden. Der Frage warum es nur die wenigsten tatsächlich schaffen gehe ich in diesem Post auf den Grund. Jetzt fragt ihr euch wahrscheinlich, was das mit dem Fisherman‘s Friend Slogan zu tun hat? Das erkläre ich euch gerne…

Ihr erinnert euch noch an die Werbung: „Sind sie zu stark, bist du zu schwach!“ Dieser eine Satz beschreibt meiner Meinung nach ziemlich gut die Probleme, die viele von uns davon abhalten wirklich finanziell frei zu werden und ein passives Einkommen zu generieren. Wenn wir uns den durchschnittlichen Deutschen ansehen, ist das Rezept für Reichtum eigentlich ganz einfach.

1. Weniger ausgeben als man monatlich einnimmt
2. Hieraus ergibt sich eine hoffentlich hohe Sparquote (mindestens 10% des Einkommens, optimal wären 50% oder mehr , für die meisten aber unrealistisch)
3. Das Ersparte monatlich in solide >(Dividenden)Aktien< anlegen
4. Als kostengünstige Variante mit breiter Streuung eignen sich hierfür >ETF's<
5. Die Anteile nie wieder verkaufen und die Sparpläne konsequent durchziehen
6. Je nach Sparquote erreicht man die Million schon nach 20 bis 30 Jahren und erhält durch die Dividenden ein passives Einkommen

Wie ihr seht, muss man kein Finanzprofi sein um an der Börse reich zu werden. Man muss nur genug Zeit und Geduld mitbringen. Das Hauptproblem für die allermeisten ist allerdings Punkt 1. Um es mal auf den Punkt zu bringen: Die meisten von uns kaufen sich andauernd Müll, den Sie nicht brauchen um Leute zu beeindrucken die Sie nicht leiden können. Und als wäre das nicht schon schlimm genug, werden zusätzlich auch noch Konsumschulden gemacht. Hier der Kredit für den schicken Neuwagen, da die 0%-Finanzierung für den neuen Flachbildfernseher vom Mediamarkt und der Sommerurlaub wird mit der Kreditkarte bezahlt. Wenn ich höre, dass Leute Handyverträge haben für die Sie monatlich 50€ oder mehr ausgeben…..da bekomme ich Bauchschmerzen.

Und hier schließt sich der Kreis zum Slogan von Fisherman’s Friend. Denn sind es wirklich die Konzerne mit Ihrer Werbung und die Nachbarn die einen belächeln, wenn man mit dem gebrauchten Toyota vorbeifährt, die zu stark sind? Oder sind wir dann nicht diejenigen die zu schwach sind um unser eigenes Ding durchzuziehen ohne uns von anderen beeinflussen zu lassen?

Gerade was das Thema Konsumausgaben angeht, kann man schon mit kleinen Dingen viel erreichen. Macht euch doch einfach mal einen Zettel in die Geldbörse auf dem steht „Brauchst du das wirklich?“. Immer wenn ihr etwas kauft, stellt ihr euch vorher diese Frage. Dadurch werdet ihr automatisch weniger Geld für unnötigen Krempel ausgeben. Das alleine reicht aber noch nicht um irgendwann wirklich die finanzielle Freiheit zu erreichen.

Eigenverantwortung für die eigenen Finanzen


Was macht jemand der Pilot werden möchte? Er beschäftigt sich in seiner Ausbildung mit Themen wie Aerodynamik, Physik und Meteorologie. Was macht jemand der Tierarzt werden möchte? Er lernt Biologie, Tierheilkunde und etwas über Medikamente. Was macht jemand der Skilehrer werden möchte? Er lernt natürlich erstmal selbst Skifahren und macht dann eine Ausbildung zum Lehrer bzw. Trainer. Was willst DU? Reich und finanziell frei werden? Dann solltest DU dich gefälligst auch mit Geldanlage, Investments, Börse, Steuern etc. beschäftigen! Das Beste wäre sogar eine Ausbildung zum Thema Geld.

Leider machen das nur die wenigsten von denen, die reich werden wollen. Reichtum und finanzielle Freiheit kommen aber nicht einfach über Nacht. Reichtum ist vielmehr wie ein Beruf den man erlernen muss. Stellt euch mal vor was passieren würde, wenn sich jemand ohne jegliche Kenntnisse in ein Flugzeug setzt und einfach versucht es zu fliegen. Wenn er es überhaupt in die Luft schafft, folgt höchstwahrscheinlich der Absturz und der Crash. Es gibt auch unzählige Stories von Leuten die z.B. durch eine Erbschaft oder einen Lottogewinn unverhofft schnell an viel Geld gekommen sind. Nicht wenige davon waren in kürzester Zeit noch ärmer als vor dem plötzlichen Geldsegen. Das eigene Vermögen zu verwalten ist ein nicht gerade einfacher Job. Das unterschätzen die Meisten!

Was das Thema Geld und Finanzen angeht, ist es allerdings viel bequemer die Verantwortung einfach abzugeben. Aber ohne 100% Eigenverantwortung für die eigenen Finanzen zu übernehmen werdet ihr es auch nie schaffen finanziell frei zu werden, geschweige denn ein passives Einkommen zu generieren. Eins könnt ihr mir glauben. Euer Bankberater will nur euer Bestes: Nämlich euer Geld! Die Banken und Versicherungen haben doch kein Interesse daran, dass ihr reich werdet! Ihr sollt nur deren Bank- und Versicherungsprodukte mit völlig überteuerten Gebühren kaufen. Und wegen der andauernden Niedrigzinsphase wird das immer schlimmer werden, da die ja irgendwie Geld verdienen müssen.

Das soll jetzt natürlich nicht bedeuten, dass ihr losrennen und alle Finanz- und Versicherungsverträge kündigen sollt die ihr habt. Ein guter Anfang wäre allerdings euch mit euren Verträgen eingehend zu beschäftigen. Insbesondere die Bereiche laufenden Kosten und Gebühren solltet ihr euch genau ansehen. Und wenn die jährlichen Kosten höher sind als eure Rendite, dann macht es definitiv Sinn zu überlegen was mit dem Vertrag passieren soll. Und wenn ihr einen Vertrag wie eine Lebensversicherung kündigen wollt, holt noch so viel raus wie möglich. Hier kann es sich auch lohnen sich professionelle Hilfe zu holen.

Von digitalen Nomaden und Minimalisten


Auch wenn ich hier mit in den Chor der Sparprediger mit einstimme, möchte ich zum Schluss noch ein paar Sachen klarstellen. Mir ist durchaus bewusst, dass es je nach Lebenssituation sehr schwer sein kann eine hohe Sparquote zu haben. Insbesondere für junge Familien, die auch noch ein Eigenheim abbezahlen müssen bleibt am Monatsende oft nicht mehr viel übrig zum Sparen bzw. Anlegen (ob eine Immobilie eine gute Geldanlage darstellt ist nochmal ein ganz anderes Thema). Deshalb sollte man sich an finanziell erfolgreichen Menschen orientieren die die eigene Situation kennen.

Heutzutage gibt es z.B. unzählige Blogs von sog. digitalen Nomaden. Das sind oft 20-30 jährige Singles ohne irgendwelche (familiären) Verpflichtungen die die Welt bereisen und nur vom Nötigsten leben. Auch der Begriff Minimalismus ist euch bestimmt schonmal über den Weg gelaufen. Ebenfalls ein, zugegebenermaßen interessanter, Trend bei dem es darum geht nur die für das Leben nötigsten Dinge zu behalten. Von allem anderen materiellen Kram trennt man sich.

Wenn ihr aber Mutter oder Vater einer zwei-, drei- oder vierköpfigen Familie seid, einen Hauskredit abbezahlen müsst, den Tanzunterricht der Tochter und den Gitarrenunterricht des Sohnes usw. finanzieren müsst, dann könnt ihr euch an solchen Leuten nicht orientieren. Das wird euch nicht weiterhelfen. Orientiert euch stattdessen an Leuten die in einer ähnlichen Situation erfolgreich Eigenverantwortung für ihre eigenen Finanzen übernommen haben. Ich lese z.B. gerade das Buch >Das Leben vereinfachen: Ein Guide für weniger Gerümpel, Stress und mehr Glück< von Nina Jacobi. Auch hier geht es zwar um die Themen Minimalismus und Konsum aber eben aus Sicht einer Frau mit Familie.

Im Endeffekt ist es erstmal gar nicht so relevant was genau ihr tut, wichtiger ist es überhaupt erst anzufangen. Und da ihr hier auf meinem Finanzblog gelandet seid, habt ihr schon den ersten Schritt gemacht. Auf eurem weiteren Weg zu finanzieller Freiheit wünsche ich euch weiterhin viel Erfolg und Durchhaltevermögen.


Zum Abschluss möchte ich euch mit einem Zitat von Tyler Durden aus meinem Lieblingsfilm (und Buch) Fight-Club einen kleinen Denkanstoß geben:




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