Sonntag, 16. Oktober 2016

Schneller Reichtum an der Börse - Trader und Investoren

Ohne Risiko keine Rendite


Ein guter Freund von mir lebt seit Jahren hauptberuflich vom Trading an den internationalen Börsen. Er ist aber ursprünglich nicht an der Börse reich geworden, sondern war vorher erfolgreicher Unternehmer. Nebenbei macht er mittlerweile auch Tradingseminare um sein Wissen weiterzugeben. Interessanterweise gehören zu den Teilnehmern Leute aller Altersklassen (er meinte der jüngste Teilnehmer bisher wäre gerade mal 14 gewesen) und sozialen Schichten. Vom Studenten über den Arbeitnehmer, Feuerwehrmann und Fließbandarbeiter bis zum Unternehmer und Topmanager. Als wir uns vor kurzem über seine Erfahrungen aus den Seminaren unterhalten haben, hat mich eine Aussage über die Teilnehmer und das Thema Risiko(management) besonders überrascht.

Ausgangssituation war, dass wir uns über die Ziele und Erwartungen seiner Seminarteilnehmer unterhalten haben. Ich konnte mir vorstellen, dass viele wissen wollen wie sie möglichst schnell reich werden können an der Börse. Auf diese Frage antwortete mein Freund: „Weißt du…mit dem Reich werden an der Börse verhält es sich so: Es ist ziemlich einfach ein kleines Vermögen zu generieren, wenn man schon ein großes Vermögen hat“. Das musste er mir genauer erklären. Generell wüsste ich ja, dass umso höher die mögliche Rendite bei einem Investment ist, desto höher auch das mögliche Risiko ausfällt. Das bedeutet im Endeffekt ohne Risiko keine Rendite. Ok, das war mir klar.


Risiko: Gefahr oder Chance?

Er sagte mir, dass er zu Beginn der Seminare die Gruppe auch immer aufschreiben lässt, was ihre (Rendite)Erwartungen sind. Hier gäbe es anscheinend gravierende Unterschiede. Diejenigen die ein relativ hohes Kapital zur Verfügung hätten (z.B. ab 100.000,00€) würden meistens eine Rendite von ca. 5% - 10% jährlich erzielen wollen. Hier kann man also von einer gewissen Risikoaversion sprechen. Das Hauptaugenmerk würde bei diesen Leuten erstmal auf dem Kapitalerhalt liegen. Aus Sicht eines Börsenprofis also eine sehr realistische und gesunde Einstellung. Die Erklärung hierfür war überraschend und logisch zugleich. Bei diesen Teilnehmern handele es sich nämlich meistens um (ältere) Unternehmer, die ihr Vermögen über Jahrzehnte mit harter Arbeit selbst aufgebaut haben.

Demgegenüber würde mit einem kleineren Investmentkapital die Bereitschaft ein erhöhtes Risiko einzugehen fast exponentiell steigen. Die Leute in seinen Seminaren mit einem verfügbaren Tradingkapital von 1.000,00€ bis max. 10.000,00€ würden meistens unrealistisch hohe Renditeerwartungen äußern. Diese Personengruppe würde oft eine monatliche Verdopplung des Kapitals anstreben (also jährlich mehrere 100% Rendite). Diese Tatsache führt dazu, dass aus dieser Gruppe die meisten bereits nach kürzester Zeit ihr Tradingkonto platt gemacht haben und viele wegen dieser schlechten Erfahrung der Börse den Rücken kehren. Aus dieser Gruppe wären die meisten eher junge Trader die ihr Börsenwissen aus Filmen wie The Wolf of Wall Street haben.

Die eigenen Ziele definieren: Dividenden, Passives Einkommen und finanzielle Freiheit


Das konnte ich gut verstehen. Bei mir war es früher nämlich genauso. Als junger, unerfahrener Trader habe ich am liebsten Zertifikate mit einem möglichst hohen Hebel gehandelt. Ich wollte z.B. aus 100,00€ in einer Woche 1.000,00€ machen. Das Ende vom Lied war aber, dass ich meistens das komplette eingesetzte Kapital verloren habe. Erst nach diesem Gespräch ist mir allerdings das grundlegende Problem von damals klar geworden. Ich hatte völlig falsche Erwartungen und Ansprüche. Deshalb war von Vornherein klar, dass ich gar nicht erfolgreich sein konnte.

Außerdem war mir gar nicht ganz genau klar was ich überhaupt will. Eigentlich wollte ich einfach „nur“ schnell reich werden. Über Begriffe wie finanzielle Freiheit und passives Einkommen hatte ich mir erst gar keine Gedanken gemacht. Heute weiß ich, dass man erst überlegen muss was man überhaupt erreichen möchte. Am besten so genau wie möglich. Das bedeutet auch sich zu überlegen, was für einen persönlich Reichtum und finanzielle Freiheit bedeuten. Ich habe für mich z.B. rausgefunden, dass finanzielle Freiheit für mich heißt ein passives Einkommen zu generieren. Denn das heißt Unabhängigkeit von einem festen Job und somit mehr Zeit für die Dinge die mir wirklich wichtig sind. So bin ich auf die Themen Dividendenstrategie und ETF’s gekommen.

Seitdem bin ich übrigens auch viel entspannter in Bezug auf meine Investitionen. Denn ich weiß, dass ich einfach nur stur meine monatlichen Sparpläne in Dividenden ETF’s durchziehen muss und so langfristig definitiv mein Ziel eines passiven Einkommens erreichen werde. Daher kann ich euch auch nur empfehlen euch darüber Gedanken zu machen, was ihr in Bezug auf eure Finanzen wirklich ganz genau erreichen wollt. Wenn euch das Ziel klar ist, dann wird es euch auch viel leichter fallen herauszufinden wir ihr es erreichen könnt. Egal ob mit oder ohne Dividenden. Denn wie ihr sicherlich wisst führen viele Wege nach Rom ;-)

Ich hoffe natürlich, dass euch dieser Blog hilfreiche Tipps und nützliche Anregungen für euren eigenen Weg zur finanziellen Freiheit gibt.

Euer Finanzblogger
Philipp

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