Samstag, 9. Juli 2016

Was sind gute Goldhühner (Dividendenaristokraten) Teil 1


Wenn ihr gerade die Überschrift gelesen und euch gefragt habt „was zum Teufel faselt der da von Goldhühnern?!?!???“ solltet ihr vor dem Weiterlesen erst Mal die Seite "Strategie" durchlesen. Dann wird euch alles klar sein.

Mein erklärtes Ziel ist es also in „Goldhühner“ (= entsprechende Investmentvehikel) zu investieren die für mich langfristig einen passiven Cash Flow generieren. Im besten Fall erhalte ich hieraus zeitlich unbefristet ein regelmäßiges passives Einkommen. Die entscheidende Frage ist nun: Was sind die besten Investmentvehikel um dieses Ziel zu erreichen? 

Das entscheidende „Zauberwörtchen“ bei der Beantwortung dieser Frage ist der Begriff Produktivkapital. Dieser, auch als Realkapital  bezeichnete, Begriff kommt ursprünglich aus der Betriebswirtschaftslehre und beschreibt das im Unternehmen vorhandene Kapital das nicht zum Finanzkapital gehört. Klingt kompliziert? Ist aber ganz einfach. Damit sind alle Maschinen, Grundstücke und andere Anlagen die sich im Besitz des Unternehmens befinden gemeint. Und als Produktivkapital wird das Ganze bezeichnet, weil das Unternehmen diese für die Herstellung bzw. Produktion von Gütern einsetzt. Ok, das klingt erst Mal logisch, beantwortet aber noch nicht unsere Frage. Aber das hilft weiter:

„…In der Vermögensbildung privater Haushalte gilt die Beteiligung an Unternehmen durch den Aktienerwerb ebenfalls als die Beteiligung am Produktivkapital einer Volkswirtschaft“


Richtig rund wird die Sache, wenn man mal darüber nachdenkt warum Unternehmen an die Börse gehen und Investoren wie euch und mir Unternehmensanteile (=Aktien) zum Kauf anbieten. Ganz einfach ausgedrückt ist das ganze eine „Kapitalbeschaffungsmaßnahme“. Das Unternehmen kommt also an frisches Kapital ohne dafür z.B. ein Darlehen bei der Bank aufnehmen zu müssen. Was machen die meisten Unternehmen mit dem Geld? Richtig, sie investieren es in neue Maschinen, Anlagen, IT-Ausstattung etc. Also alles was benötigt wird um Güter zu produzieren bzw. eine Dienstleistung zu erbringen (ich sehe doch schon die Frage in euren Köpfen: „Facebook produziert doch gar keine Güter???“ Klar, die haben aber andere enorme Kosten für IT-Infrastruktur, Personal wie Programmierer etc.). Somit beteiligt ihr euch auch indirekt am Produktivkapital des Unternehmens selbst.

Also gut. Wir wissen jetzt, dass Aktien eine gute Wahl sind um unser Ziel eines langfristigen passiven Einkommens zu erreichen. Klingt im ersten Moment leider einfacher als es wirklich ist. Wir wollen ja nicht an der Börse spekulieren (also Aktien billig kaufen und teurer wieder verkaufen), sondern regelmäßige Auszahlungen für unser Investment erhalten ohne das Investment an sich zu verkaufen. Welche Aktien eignen sich denn hierfür gut?
Wenn man sich den Wikipedia-Artikel Aktien druchliest, findet man im ersten Abschnitt einen entscheidenden Hinweis:

„…Das Unternehmen kann die Aktionäre über Dividenden am Gewinn des Unternehmens beteiligen. Die Dividende ist eine pro Aktie geleistete Zahlung an die Besitzer der Aktien. Die Höhe der Dividende wird vom Vorstand vorgeschlagen (Gewinnverwendungsvorschlag) und von der Hauptversammlung des Unternehmens beschlossen.“

Wir haben uns durch den Kauf der Aktien ja auch schließlich am Unternehmen beteiligt. Da ist es doch nur fair, wenn wir auch auch an den Unternehmensgewinnen beteiligt werden oder? Also sind Aktien von Unternehmen die Dividenden auszahlen doch Die Lösung oder? Fast. Die Definition verrät uns nämlich noch etwas anderes. Die Auszahlung der Dividenden an sich und auch die Höhe der Ausschüttung können variieren. Im schlimmsten Fall kaufen wir Aktien eines Unternehmens das dann die Dividendausschüttungen an uns Aktionäre stoppt (was jederzeit geschehen kann).

Fassen wir also noch Mal zusammen. Als unsere „Goldhühner“ wollen wir Aktien von Unternehmen kaufen die regelmäßig eine „ordentliche“ Dividende ausschütten. Im besten Fall sollten diese Unternehmen schon über Jahrzehnte regelmäßig Dividenden ausgezahlt und opimalerweise sogar erhöht haben. Denn das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Sie das auch in Zukunft tun werden (auch wenn wir keine 100% Sicherheit haben). Wenn man nach solchen Aktien sucht, stößt man unweigerlich auf die sogenannten Dividendenaristokraten.

In Teil 2 erkläre ich euch ausführlich worum es sich hierbei handelt und worauf Ihr achten solltet.

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Beim Handel mit Wertpapieren jeglicher Art besteht immer das Risiko vom Teilverlust bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals. Der Handel an der Börse erfolgt daher ausschließlich auf eigene Gefahr.

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