Mittwoch, 13. Juli 2016

Was ist jetzt eigentlich ein Indexfonds bzw. ETF?



In meinen bisherigen Posts habe ich schon mehrfach das Thema Fonds und speziell Indexfonds (sog. ETF’s) erwähnt. Wer sich sich hier bereits auskennt wird auch gesehen haben, dass mein derzeitiges Portfolio ausschließlich aus Indexfonds unterschiedlicher Kategorien besteht.
In diesem Post möchte ich euch nun die Welt der ETF’s (oder auch passiven Indexfonds) näher bringen. Ich könnte jetzt weit ausholen und mehrere Seiten über dieses interessante Finanzprodukt schreiben. Stattdessen habe ich mir aber bei Youtube ungefähr 30 Videos angeschaut und, das meiner Meinung nach, beste Erklärvideo zu diesem Thema rausgesucht. Hier erfahrt ihr in ca. 5 Minuten was die wesentlichen Unterschiede zwischen einem klassischen Fonds und einem ETF sind. Außerdem wird deutlich, welche Vorteile eine Anlage in ETF’s gegenüber einer Anlage in einen Fonds bzw. in Einzelaktien hat.


Zusammenfassend lässt sich also festhalten, dass es sich bei den meisten ETF’s um passiv verwaltete Indexfonds handelt. Diese werden an den gängigen Börsen gehandelt und können, ähnlich wie Aktien, leicht ge- und verkauft werden. Einer der Hauptvorteile ist, dass man hierdurch auch als normaler Anleger günstig in ein breit gestreutes Portfolio investieren kann.Nicht nur deswegen werden ETF’s von vielen als eines der innovativsten Finanzprodukte im 21. Jahrhundert bezeichnet. 

Trotz der ganzen Vorteile sind ETF’s dennoch keine „eierlegende Wollmilchsau“ ohne jegliche Risiken. Obwohl sie z.B. als transparent und leicht zu verstehen gelten (es wird ja schließlich nur ein Index abgebildet), gibt es wichtige Punkte auf die man beim ETF-Kauf achten sollte. Es gibt z.B. verschiedene Arten wie der ETF den zugrundeliegenden Index nachbilden kann (in der Bankensprache nennt man das „Replizieren“) wie z.B. Full Replication, Sampling oder swappbasierte ETF’s (keine Panik. Das werde ich in Zukunft auch erklären). 

Das erste Mal, dass passive Indexfonds richtig negativ Aufgefallen sind war am „Black Monday“ am 24. August 2015. Ihr habt vom den sog. „Flash-Crash“ nichts mitbekommen? >Hier< findet ihr einen Artikel vom 25. August 2015 der auf der Handelsblatt Homepage veröffentlicht wurde. Teilweise hat man sogar ETF‘s für die Marktturbulenzen verantwortlich gemacht. Was genau da mit den ETF’s gelaufen ist könnt ihr >hier< nachlesen.

Das Ganze hat definitiv gezeigt, dass auch passive Indexfonds Risiken haben. Ob man diese eingehen möchte, muss natürlich jeder für sich selbst entscheiden. Aber ohne Risiko erhält man heutzutage auch keine Rendite. Und ich persönlich sehe bei ETF’s keine größeren Risiken als bei anderen Finanzprodukten. Zudem überwiegen für mich die Chancen (insb. das Chancen-Risiko-Verhältnis). Man sollte sich aber definitiv vor dem Kauf informieren.

Beliebte Posts

Achtung!
Beim Handel mit Wertpapieren jeglicher Art besteht immer das Risiko vom Teilverlust bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals. Der Handel an der Börse erfolgt daher ausschließlich auf eigene Gefahr.

Hier gehts zu den rechtlichen Hinweisen